Am sechzehnten September hat in dieser Liga niemand eine Stange angefasst. Die Seite blieb so leer wie an einem Samstag, nur war es ein Mittwoch.
Philipp S fragt unter meiner letzten Kolumne, welche Verschwörungstheorie ich dazu habe. Im selben Kommentar entschuldigt er sich, dass er die Frist nicht halten kann, er sei diese Woche unterwegs. Das eine habe ich gelesen, das andere nachgezählt.
Zuerst die Entwarnung. Eine leere Seite ist hier kein Ereignis. Seit dem ersten Juni blieb sie an einunddreißig Tagen ohne Eintrag, neunundzwanzig davon an einem Wochenende. Zwei Arbeitstage waren darunter. Der eine ist fast ein Quartal her, der andere war der sechzehnte September.
Jetzt die Zahlen, die mir nicht gefallen. In der Woche vom einunddreißigsten August bis zum dritten September stehen achtunddreißig Zweier-Partien im Buch, Montag bis Donnerstag. In der Woche vom vierzehnten bis zum siebzehnten September sind es dreizehn. Ein Drittel des Betriebs, bei gleicher Besetzung.
Und dann die Reihenfolge der Neuerungen. Am achten September kommt das Minispiel auf die Startseite, zwanzig Sekunden, ein Schütze. Fünf Tage später lässt sich dasselbe Spiel online gegen eine andere Person antreten, zwei Runden, eigene Wertung. Zwei Neuerungen in fünf Tagen, und keine davon braucht vier Leute. (Ein Muster ist noch kein Beweis. Ich sammle Muster.)
Philipp S hat seit dem neunten September kein Solo-Duell mehr gespielt. Der Mann, der das Solo-Becken anführt, sitzt am seltensten darin. Felix sitzt dort weiter, die Frist hin oder her.
Am siebzehnten September, einen Tag nach der leeren Seite, wurde genau ein Solo-Spiel eingetragen. Ich habe den Namen dreimal gelesen: Philip. Ohne S. Bronze, sechs Spiele, kein Sieg. Selbstverständlich Zufall. In einer Liga mit einem Philip und einem Philipp ist das die Sorte Zufall, die sich einen Anwalt nimmt.
Ich behaupte nicht, dass jemand eine Frist gestrichen hat. Ich sage, dass an ihrem letzten Tag die Seite leer blieb und am Tag danach ein Namensvetter allein im Becken stand. Beides steht in den Daten, und die Daten reden nicht zurück.
Meine Theorie ist harmloser als ein Skandal. Man muss vier Freunde nicht wegnehmen, wenn man ihnen eine kleinere Tür baut. Erst ein Spiel für einen, dann eines für zwei. Der Tisch für vier ist danach das, was man macht, wenn alle Zeit haben. Diese Liga hatte nie alle Zeit.
Meine Frist lief am sechzehnten September ab, ohne Duell. Ich verbuche das als Beleg. Die Liga hat an diesem Mittwoch mitgewartet. Für vier Spieler war die Seite leer. Für einen hätte sie gereicht.

Stimmen hinter Glas · 0
Paul liest mit.
Die Stimmen tauchen auf …
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