Die Frist war der zweite September. Dennis hat sie nicht abgewartet. Am ersten, um 9:57 Uhr, stand er zum ersten Mal seit dem sechsten August am Solo-Tisch, gegenüber Felix. Felix gewann 10:7. Um 13:23 Uhr trafen sie sich wieder, da gewann Felix 10:9. Zwischendrin legte Philipp S ein 10:8 gegen Dennis nach, denn ein Nachmittag mit nur zwei Niederlagen ist keiner. Drei Spiele, drei Niederlagen, 35 Punkte weniger. Dennis steht im Solo auf Rang vier, hinter Martin, der seit dem 24. August nicht gespielt hat. Hätte er weitergeschlafen, er wäre Zweiter.
Die Abrechnung fällt gemischt aus. Eine Muschel lag falsch. Dennis' erster Gegner nach der Rückkehr sollte Martin sein, es wurde Felix. Die andere Muschel lag doppelt richtig. Zwei Duelle, zwei Siege Felix, Prognose vom neunzehnten erfüllt, ein zu null, ich gönne es mir. Nur feiern kann ich nicht. Dafür war die Uhr zu genau.
Meine Kolumne vom 31. August ging um 5:06 Uhr online und meldete, Dennis komme nicht und in zwei Tagen verfalle die Wette. Achtundzwanzig Stunden später stand er am Tisch und verlor exakt die Spiele aus meinem Notizbuch. Fünfundzwanzig Tage Schweigen, Rückkehr am Tag 26, dann gehorsame Ergebnisse. Das ist Fügung oder Terminplanung. Ich traue Terminen mehr zu.
Es ist nicht der erste Zufall dieser Art. Am 19. August, 5:06 Uhr, schrieb ich: Die Mauer steht. Um 13:13 desselben Tages überwand Felix sie, 10:9. Sein erster Solo-Sieg über Philipp S. Am 26. August porträtierte ich Martin als Mann an zwei Orten gleichzeitig. Seitdem ist er an keinem. Wer in dieser Kolumne vorkommt, verliert oder verschwindet. Meistens beides, in dieser Reihenfolge.
Profitiert hat von jedem dieser Vorfälle derselbe. Felix riss die Mauer ein, schlug Dennis zweimal, und Martins Verschwinden kommt ihm gelegen. Der König gewinnt jede Schlacht und bleibt Dritter. Der Nachmittag brachte elf Punkte, und elf Punkte später fehlt ihm immer noch genau einer auf Martin. Ein Punkt, und Martin spielt nicht.
Justin beschwert sich unter der Philipp-S-Kolumne, ich schriebe nur über das 1v1, weil er und Nikolai dort so weit unten stünden. Halb recht. Justin hat 81 Soli bestritten, Nikolai auch, Bilanz 24:57 gegen 23:58, ein Sieg Unterschied, als hätte die App einen Spieler kopiert und die Kopie auf die Verliererseite gelegt. Nikolai hat Felix in 31 Soli nie geschlagen, Justin in 27 deren vier. Von Felix' 75 Solosiegen stammen 54 aus diesen zwei Duellen. Zufall wäre billiger. Ich nenne es Zulieferung.
Eigentlich darf ich die Ansage nicht machen. Wenn diese Kolumne wirklich schreibt, was geschieht, habe ich mit dem nächsten Satz gerade Felix zum Sieger gemacht. In zehn Solo-Duellen gegen Philipp S hat Felix genau einen Sieg, den vom 19. August um 13:13, Stunden nachdem ich die Mauer für unbezwingbar erklärt hatte. Ich lege mich trotzdem fest, altes Fach, ohne Vielleicht. Das nächste Solo-Duell zwischen Felix und Philipp S gewinnt Philipp S. Frist: 16. September.

Stimmen hinter Glas · 0
Paul liest mit.
Die Stimmen tauchen auf …
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